Feste dritte Zähne auf Implantaten – auch bei stark abgebautem Kieferknochen

Implantation bei wenig Kieferknochen

Totalprothesenträger stehen häufig vor dem Problem, dass ihr Kieferknochen im Laufe der Zeit stark abgebaut ist. Doch auch bei sehr geringem Knochenangebot gibt es Möglichkeiten, Implantate sicher zu verankern und wieder zu einem festen Biss zu gelangen.

Knochenaufbau

Um Implantaten stabilen Halt zu geben, ist es manchmal notwendig, den Kieferknochen chirurgisch aufzubauen. Hierfür stehen uns verschiedene Techniken zur Verfügung, die je nach Situation und gewünschtem Ergebnis zur Anwendung kommen:

  • einfacher Knochenaufbau (SonicWeld Rx®, Alveolenprotector)
  • komplexer Knochenaufbau (Khoury- oder Knochenschalentechnik)
  • Knochenaufbau mit Beckenkammknochen („Ildefonso"-Mehrschichttechnik nach Dr. Malo)
  • Sinuslift-Operation
  • Membrantechnik mit Wachstumsbeschleuniger
Knochenaufbau mit Eigenknochen

Spezielle Implantatdesigns

In vielen Fällen kann eine Implantation selbst bei sehr wenig Knochensubstanz ganz ohne Knochenaufbau durchgeführt werden. Hierbei kommen besonders feine bzw. kurze Implantate zum Einsatz und/oder lange Implantate, die sogenannten Jochbein- oder Zygoma-Implantate.

Zygoma-Implantate

Die drei bis fünf Zentimeter langen Zygoma-Implantate sind eine hilfreiche Innovation für den zahnlosen Oberkiefer. Sie können selbst bei minimaler Knochensubstanz am Kieferkamm ganz ohne Knochenaufbau eingesetzt und im Inneren des Jochbeins verankert werden. Können im Oberkiefer-Frontzahnbereich noch zwei bis vier Implantate mit mindestens sieben Millimetern Länge sicher gesetzt werden, kann sich der Patient über sehr bald bis sofort belastbare feste Zähne freuen (vier Monate Einheilzeit bei weichem Knochen, keine Wartezeit bei festem Knochen). Durch eine stark verfeinerte OP-Technik wird diese Operation bereits in Lokalanästhesie durchgeführt.

Zygoma-Implantate mit zarten und kurzen Implantaten im Oberkiefer als Fundament einer Ganzkiefer-Brücke

Welche Technik im individuellen Fall zu empfehlen ist, wird anhand einer eingehenden Untersuchung definiert.

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