PARODONTOLOGIE

Alternative Therapien bei Parodontitis

So lautete das zukunftsweisende Thema des Vortrages von Dipl.-Biologe Wolfgang Falk im November letzten Jahres. Er ist Wissenschaftlicher Leiter des dentalen Mikrobiologie-Labors in Kiel und referierte vor unserem Ärzte- und Prophylaxeteam über seine neuen Erkenntnisse in alternativen Zusatztherapien.

Im Institut Dr. Huemer sehen wir in allen Bereichen den Patienten als Individuum. Genau deshalb öffnen wir unsere Blickwinkel in alle Richtungen. Denn wir wollen unseren Patienten individuelle, auf sie abgestimmte Therapiekonzepte anbieten. Und gerade im Bereich Parodontologie sehen wir immer mehr die positiven Effekte der Probiotikas, der ätherischen/essenziellen Öle und Gele sowie der Nahrungsergänzung. Diesen Gesamtkomplex integrieren wir verstärkt in unsere Behandlungskonzepte. Wichtig ist hier, dass dies von unseren Zahnärzten, Dentalhygienikerinnen und Mikrobiologen exakt auf den Patienten abgestimmt wird.

Drei Zusatztherapien bei Parodontitis

Der Einsatz von Probiotika in der zahnmedizinischen Therapie ist relativ neu. Erwiesen ist, dass Probiotika im Gastrointestinaltrakt positive Effekte bewirken. Das können spezielle Probiotika auch für die Mundflora tun und so die Parodontitisbehandlung unterstützen.
Probiotika zerstören selektiv jene Keime, die die Zahnfleischentzündung ausgelöst haben, und senken den pH-Wert im Mund. Dadurch können sich krankheitserregende Keime nicht mehr vermehren. Zusätzlich regen sie die Bildung der natürlich schützenden Bakterienflora an. So kann das Probiotikum die gesunde Mundflora erhalten oder wiederherstellen und die körpereigene Abwehr stärken. Bei vielen Patienten wird eine deutliche Reduzierung der Blutung in den Zahnfleischtaschen beobachtet.
Diese speziellen Probiotika stärken im Bereich der Parodontitis-Therapie das Immunsystem, bis der Körper wieder selbst dazu im Stande ist. Probiotika sind nach zahnärztlicher Abklärung als Lutschtablette in der Apotheke erhältlich.

 

Der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln kann notwendig werden. Wertvolle Inhaltsstoffe der Nahrungsprodukte werden immer weniger, z.B. durch Überzüchtung. Auch Stress, Erschöpfung oder Burnout bedingen ein Mangel an bestimmten Nährstoffen. Um gesund und stabil zu bleiben, brauchen Zähne, Zahnfleisch und Kieferknochen nicht nur eine regelmäßige gründliche Zahnpflege von außen, sondern auch von innen durch Nahrungsergänzung. Allerdings nur, wenn sich ein Verdacht auf Nährstoffmangel bestätigt. In dieser Zeit soll Nahrungsergänzung dem Immunsystem als Unterstützung dienen, um den Erhalt des Zahnhalteapparates zu fördern.

 

Der Einsatz von ätherischen und essentiellen Ölen in der zahnmedizinischen Therapie beweist sich als eine gute, effektive Begleitung zur Behandlungstherapie von entzündlichen Prozessen. In der Literatur werden diesen ätherischen Ölen antimikrobielle und antiinflammatorische Effekte zugeschrieben.
Im Institut Dr. Huemer werden wir deshalb in enger Zusammenarbeit mit Dipl.-Biologe Wolfgang Falk den Nutzen dieser alternativen Zusatztherapien begleitend nutzen. Die Voraussetzungen sind gegeben: Wir sehen jeden Patienten als Individuum mit speziellen Anforderungen und bauen jede unserer Therapien auf einer äußerst sorgfältigen Anamnese auf.

 

(Artikel: DH Heike Schwarzenbach)

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