Newsletter (Winterausgabe 2014)
Spielerisch Zähne putzen lernen.

EDITORIAL

Baby Boom

Wenn man als Zahnärztin Mutter wird, nimmt die Kinderzahnheilkunde plötzlich eine komplett neue Dimension an. Man möchte dem eigenen Kind Kariesbehandlungen ersparen und beschäftigt sich aus einem ganz anderen Blickwinkel mit den Risikofaktoren.

In der Schwangerschaft wird man mit vielem Wissenswerten versorgt, jedoch sind uns kaum Informationen über eine gute Zahngesundheit für das heranwachsende Baby untergekommen. Wie wichtig schon die Vorbereitung vor der Geburt bzw. dem Lebensanfang des Kindes ist, wird wenig erläutert.

 

Infektionskrankheit Karies

Karies ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Kleinkindern. 50 Prozent der Kindergartenkinder haben schon Karieserfahrung. Wichtig wäre, vor allem die ersten vier Jahre ohne Karies zu überstehen, damit die Keimflora im Mund des Kindes zahnerhaltend bleibt.

 

Wurden aber bereits Karieskeime durch Speichelkontakt übertragen (Schnuller, Löffel ablecken, Schmusen), kommen wir meist zu spät zum Einsatz. Karieskeime entstehen nämlich nicht von selbst, sondern werden übertragen. Selbst uns fällt es unheimlich schwer, unsere Babys nicht auf den Mund zu küssen.

 

Vorsorge ist besser als ein mühseliger Behandlungsmarathon, der bei Kindern sehr oft in Narkose durchgeführt wird, um die Entstehung einer traumatischen Zahnarztangst zu verhindern.

 

Kariesrisikotest für werdende Eltern

Spätestens am Anfang der Schwangerschaft empfehlen wir, bei beiden Elternteilen einen Kariesrisikotest durchzuführen. Sollte dieser Test positiv ausfallen, kann noch ein Kariesreduktionsprogramm gemacht werden. Doch selbst wenn kein erhöhtes Kariesrisiko besteht, ist trotzdem ein Speichelkontakt zu vermeiden, damit Ihr Kind eine natürliche eigene Keimflora entwickeln kann.

 

Konzepte zur Kariesprophylaxe

Für alle Altersgruppen sind Gesamtkonzepte kariespräventiv, welche den Einsatz unterschiedlicher professioneller Prophylaxemaßnahmen, wie Information, Instruktion, professionelle Zahnreinigung, Fluoridierung und Versiegelung, beinhalten. Studien sind sich einig, dass vor allem die Fluoridierung bei Karies sehr effektiv ist.

 

Für Kinder sollte die tägliche Zahnpflege eine Routine sein. Es ist vorteilhaft, mit den Kindern spielerisch zu beginnen, und am Wirkungsvollsten ist das gute Vorbild der Geschwister bzw. der Eltern.

 

Ausreichende Fluoridierung in der Ernährung, fluoridierte Zahnpasta, professionelle Zahnreinigungen und Kariespräventionsprogramme in den Schulen und Kindergärten haben für einen erfolgreichen Kariesrückgang in der Vergangenheit gesorgt.

 

Wir unterstützen alle Mamas und Papas gerne bei der Kariesprävention ihrer Kinder.

 

Dr. Bianca Huemer und Dr. Iris Gollmitzer, MSc.

Weitere Informationen:

Kinderzahnheilkunde

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