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Sind Fluoride wirklich gefährlich?

Fluoride gehören zu den chemischen Verbindungen, die von Natur aus in allen Böden, Flüssen und Meeren, in Nahrungsmitteln und Organismen in unterschiedlicher Konzentration vorkommen. Sie sind für den Menschen zum Aufbau von Knochen und Zähnen lebensnotwendig.

Sind Fluoride gefährlich?

Wie überall im Leben und speziell in der Medizin bestimmt die Dosis, ob ein Stoff gesund oder ungesund ist. Das ist beim Fluorid nicht anders, aber weniger dramatisch. Eine Fluoridvergiftung ist aufgrund der niedrigen Dosierung der Zahnpasten praktisch ausgeschlossen. Dafür müsste ein etwa 5-jähriges Kind eine komplette Tube Erwachsenenzahnpasta schlucken, um Vergiftungserscheinungen, wie Erbrechen und Übelkeit zu verursachen.

Da in Österreich, Deutschland und der Schweiz das Trinkwasser nicht zusätzlich fluoridiert wird, ist eine Fluoridvergiftung praktisch ausgeschlossen – anders in Afrika oder Indien. Aufgrund der sehr geringen Dosis von Fluorid im Trinkwasser (0,1 bis 0,5 ppm pro Liter in Österreich) muss in unseren Breiten Fluorid zusätzlich zugeführt werden, um eine kariesprotektive Wirkung zu erhalten.

 

Wie viel Fluorid brauchen wir?

Vom ersten Zahn bis 2 Jahre:

1x pro Tag mit einer erbsengroßen Menge Kinderzahnpasta Zähne putzen

 

Von 2 bis 6 Jahren:

2x täglich mit einer Kinderzahnpasta gründlich putzen

 

ab 6 Jahren:

2x täglich Zahnpasta mit höherem Fluoridgehalt (Elmex Junior) verwenden

 

Erwachsene:

2x täglich fluoridierte Zahnpasta für Erwachsene und je nach zahnärztlicher Empfehlung 1x wöchentlich Fluoridgel verwenden

 

Im Haushalt sollte ausschließlich fluoridiertes Salz verwendet werden. Wer zusätzlich seinen Zähnen etwas Gutes tun will: Xylit Kaugummis sind karies-protektiv und reduzieren Plaque.

 

(Artikel: Dr. Vera Huemer-Marquart | Implantologie)

Was bewirken Fluoride?

  • Senkung der Demineralisation (Löslichkeit) des zahnschmelzes bei Aufnahme von säurehaltigen Nahrungsmitteln.
  • Förderung der Reminaralisation beginnender kariöser Stellen durch Fluorid in den öberflächlichen Schmelzschichten.
  • Zusätzlich wird fluoridierter Schmelz durch eine Entkalkung geschützt.
  • Fluoride hemmen den Stoffwechsel der Bakterien und damit die Kariesentstehung.

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