07.11.2013 | StudyClub-Vortrag

"Periimplantitis, die Geisel der Implantologen"

Unter diesem Titel präsentierten Dr. Peter Huemer und Dr. Iris Gollmitzer, MSc. am Donnerstag, den 7. November 2013 verschiedene Konzepte zur Vorbeugung und Behandlung der sogenannten Periimplantitis, einer bakteriellen Entzündung um Implantate.

 

In ihrem zweistündigen Vortrag berichteten die beiden Referenten ihren Fachkollegen sowie den Institutsmitarbeitern von wissenschaftlichen Studien, Expertenmeinungen und eigenen Erfahrungen mit der Periimplantitis und stellten Wege vor, die Erkrankung zu vermeiden bzw. zu behandeln. Dr. Iris Gollmitzer, MSc. hatte sich im Zuge ihrer Masterarbeit eingehend mit der Fachliteratur zu den mikrobiellen Ursachen der Periimplantitis beschäftigt und erläuterte an diesem Abend die Resultate ihrer Arbeit.

 

Periimplantitis entsteht, wenn Bakterien am Implantatpfosten entlang in die Tiefe des Implantatbettes wandern und dort eine Entzündung hervorrufen. Die Erkrankung ist vergleichbar mit der Parodontitis bei Zähnen. Auch sie führt unbehandelt zum Knochenabbau und in letzter Folge zum Verlust des Implantates.

 

Für den langfristigen Erfolg einer Implantatversorgung ist es essenziell, bereits vor bzw. bei der Implantation entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um einer Periimplantitis frühzeitig vorzubeugen. Hierzu gehören beispielsweise die Therapie einer eventuell vorhandenen Parodontitis vor einer Implantation oder auch die chirurgische Stabilisierung des Zahnfleisches um das Implantat.

 

Am Ende des Vortrags wurde noch einmal die Wichtigkeit einer sorgfältigen Periimplantitis-Prophylaxe unterstrichen, denn: Die beste Periimplantitis-Therapie ist, sie zu vermeiden.

 

12.11.2013

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